Der Rollenspielraum
Die Kinder haben in den ersten sieben Jahren, den so genannten magischen Jahren, einen natürlichen Zugang zu Märchen, Geschichten und Sagen. In dieser Welt mit ihren Symbolen und Geheimnissen gelingt es den Kindern sehr gut, Geschichten oder Märchen innerlich nachzuvollziehen, an Vorhandenes anzuknüpfen oder diese mit Fantasie auszuschmücken.
Elementare Formen des Rollenspiels sind die Finger- und Kreisspiele, bei denen Hände, Füße, der ganze Körper oder auch Handpuppen und Masken eingesetzt werden. Das Betrachten, Vorlesen oder Erzählen von Bilderbüchern, Geschichten, Märchen und Selbsterlebtem oder –erfundenem, weckt die Kreativität der Kinder zum Spiel. Spiel- und Bewegungsgeschichten sind ebenfalls ein sinnvoller Ausgangspunkt für darstellendes Spiel oder Pantomime. Der Rollenspielraum eröffnet den Kindern vielfältige Möglichkeiten, sich mit ihrer eigenen Lebenssituation auseinanderzusetzen und neue Erfahrungen zu erwerben. So werden beobachtete Handlungsweisen der Erwachsenen nachgespielt und in neue Spielzusammenhänge gebracht.
Ähnlich wie im Theater gibt es in diesem Raum eine kleine Bühne mit Vorhängen, die als erhöhtes Podest eingebaut wurde. Weitere Spielebenen ergeben sich durch die Gestaltung des Aufgangs zu einer kleinen Höhle (Hühnerleiter mit Seil) und dem darunter liegendem Rückzugsraum. Auch der Nebenraum bietet durch seine stufenartigen Podesteinbauten viele Möglichkeiten zum Rollenspiel. Mit Hilfe von Alltags- und Verkleidungsmaterial können die Kinder sich immer wieder zu neuen Spielgruppen zusammenfinden und Spielszenen erfinden.