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Die Rollerbande

Rollerbild Mit dem Roller am Rhein Mit dem Roller am Kunstmuseum Rollerbücher Rollerparcour

Unter diesem Motto trafen sich in den letzten Wochen 7 Kinder mit 2-3 Erzieherinnen, um das Rollerfahren als Bewegungserlebnis erfahrbar zu machen. Die Idee zu diesem Projekt entstand in Zusammenarbeit mit dem Gemeinschaftsprojekt Radschlag vom Auto Club Europa, der Deutschen Sporthochschule Köln und dem Verkehrsclub Deutschland (radschlag-info.de).

Da wir dort als Pilot-Gruppe fungieren, war es uns wichtig, alle Rollgeräte, die als Vorstufe zum Fahrradfahren lernen an zu sehen sind, in die tägliche Bewegungszeit der Kinder ein zu beziehen.

In der "Rollerbande" trafen wir uns regelmäßig dienstags von 14.30 Uhr bis 16.00 Uhr. Nach einer kleinen Einführung mit einer Rollergeschichte, sahen wir uns verschiedene Tretroller an, besprachen z. B. Unterschiede zwischen Luftbereiften- und Hartgummirädern, ebenso alle wichtigen technischen Details wie Hand- oder Fußbremse, Ventile, Lenker etc. Selbstgemalte Rollerbilder und ein eigens komponiertes Lied rundeten die Stunden ab.

Die ersten grundlegenden Bewegungserfahrungen mit dem Roller sammelten die Kinder auf dem Außengelände des Kindergartens. In den nächsten Stunden bauten wir Übungsparcours mit verschiedenen Bewegungsaufgaben auf, wie auf einer Linie fahren, eine Slalomstrecke umrunden, durch Tunnel oder über kleine Hügel zu fahren, Hindernisse zu überwinden oder den Fuß zu wechseln. Während der Parcouraufbauten entwickelten die Kinder eigene Ideen. Sie errichteten eine Station, die als Werkstatt diente zum Überprüfen des Reifendrucks oder zum Reinigen der Roller. Mit Großbausteinen bauten sie ein Straßennetz auf und erprobten dabei verschiedene Transportmöglichkeiten mit dem Roller.

Aufgrund des schönen Wetters folgten verschiedene Ausflüge in die Umgebung des Kindergartens: ins Wasserland, auf den Museumsplatz, zur Bücherei, den Eisladen oder zum Rhein. Unterwegs beschäftigten sich die Kinder mit den wichtigsten Verkehrsregeln und Schildern. Das Fahren auf unterschiedlichen Bodenbelägen wie Asphalt, Sand oder Wiese ließen uns schneller oder langsamer werden. Das Bewältigen von Steigungen oder Gefälle mußte erst gelernt werden. Unterwegs wurde das ungewohnte Bild der 10-köpfigen Rollerbande im Straßenverkehr von Passanten und Autofahrern oft belächelt oder bewundert.

Zum Abschluß des Projekts nahmen die Kinder an einer Rollerprüfung teil. Die praktische Prüfung bestand aus einem Rollerparcour und bei der mündlichen Prüfung wurden wichtige Verhaltensregeln im Straßenverkehr abgefragt. Der gestempelte und unterschriebene Rollerausweis wurde feierlich mit einer Rollerklingel den Kindern übergeben.

Da uns allen das Projekt sehr viel Spaß bereitete, möchten wir dies im Frühjahr mit einer weiteren Gruppe wiederholen. Für die gesamte Einrichtung wird es eine Projektwoche rund um den Roller und das Fahrrad geben.

Zum Abschluß möchten wir dem Förderverein Psychomotorik für die Leihgabe weiterer Roller danken und den Eltern, die uns als Rollermechaniker bei Reparaturen unterstützten.

Um unser Projekt weiter fort führen zu können, würden wir uns über Sponsoren freuen, die es uns ermöglichen, zusätzliche Roller für die Kinder und Erwachsenen an zu schaffen.